Mykonos: zwischen Magie, Mythos und modernem Lifestyle - ein Interview mit Philipp Kübler

Mykonos: zwischen Magie, Mythos und modernem Lifestyle – ein Interview mit Globetrotter und Investor Philipp Kübler.

Kaum eine Insel im Mittelmeer vereint so gekonnt Gegensätze wie Mykonos: Hier treffen unberührte Buchten auf pulsierende Beachclubs, spirituelle Rückzugsorte auf exklusive Restaurants. Philipp Kübler kennt die Insel seit vielen Jahren – als Besucher, Gastgeber und Mitgestalter der Szene. Im Gespräch teilt er persönliche Eindrücke, Lieblingsorte und Gedanken darüber, was Mykonos wirklich ausmacht – jenseits des Party-Images.

Bester Beachclub auf Mykonos mit Palmen und natürlicher Umgebung unter blauem Himmel an einem sonnigen Tag auf Mykonos.
Philipp Kübler sitzt entspannt im Freien auf einer Mauer vor einem Gebäude mit weißer Fassade.
Strand mit rustikalen Holzschirmen und Palmen am kristallklaren Wasser einer felsigen Küste auf Mykonos.
Du kennst Mykonos seit vielen Jahren – was macht die Insel für Dich so besonders und einzigartig?

Mykonos hat einen besonderen Platz in meinem Herzen. Seit unserem ersten Besuch hat uns die Magie der Insel in den Bann gezogen. Meine Frau und ich haben hier geheiratet, fünf Sommer auf der Insel gelebt, viele interessante Menschen kennengelernt und neue Freunde gewonnen. Es ist einfach faszinierend, welche Vielfalt diese Insel trotz ihrer geringen Größe bietet. Man kann hier alles haben: kristallklares Wasser, einsame Strände (selbst in der Hochsaison), legendäre Partys in den schönsten Beachclubs, einfache sowie authentische Tavernen mit fairen Preisen und auch weltbekannte Restaurants.

Viele kennen Mykonos als Party-Hotspot – was steckt Deiner Meinung nach noch hinter dem Mythos der Insel?

Für mich ist Mykonos so viel mehr als nur Party. Die Insel hat auch eine spirituelle Seite, und abseits der Clubs und Restaurants findet man Orte voller Ruhe und Ursprünglichkeit. Wer offen dafür ist, wird solche Momente erleben, sich – wie so viele – in Mykonos verlieben und immer wieder zurückkehren wollen.

Du warst von Beginn an Teilhaber vom Scorpios – wie hast Du die Entwicklung der Beach- und Lifestyle Szene auf Mykonos erlebt?

Die Insel hat seit der Eröffnung von Scorpios eine enorme Entwicklung durchgemacht. Viele neue Hotels wurden gebaut, weitere Beachclubs und Restaurants sind hinzugekommen. Scorpios war sicherlich ein Impulsgeber dafür, aber die Faszination für Mykonos begann nicht erst 2015 mit seiner Eröffnung. Bereits in den 1950er- und 1960er-Jahren wurde die Insel von internationalen Prominenten, Models und Künstlern besucht, die alle Einfluss auf die Szene hatten – und bis heute haben. Ich kenne Mykonos zwar erst seit 2014, kann aber feststellen, dass die Insel trotz aller äußerlichen Veränderungen in dieser Zeit stets ihre Seele und Magie bewahrt hat.

Menschen genießen stimmungsvolle Nacht unter funkelnden Lichterketten in einem Bach-Club auf Mykonos.
Gemütlicher Außenbereich mit Holzmöbeln und Pflanzen in einem stilvollen Bach-Club unter freiem Himmel auf Mykonos.
Rustikaler Beach-Club mit Holzmöbeln und Kakteen unter Palmen in einer sonnigen Wüstenlandschaft auf Mykonos.
Hast Du einen Lieblingsort auf Mykonos, den Du immer wieder aufsuchst – vielleicht sogar abseits der bekannten Pfade?

Kiki’s Taverne ist von Anfang an und nach wie vor ein Lieblingsort von mir. Hier fühle ich mich wohl und genieße das einfache und gute Essen.
Ich liebe es, dass Vassilis und sein Team – unbeeindruckt von dem Hype um Mykonos – den alten Charme beibehalten haben und ihren Gästen unaufgeregt eine schöne Zeit bereiten. Es ist so erfrischend, dass man hier keine Reservierung machen kann und in der Hochsaison manchmal bis zu 1,5 Stunden auf einen Tisch warten muss. Für viele Menschen mag das unerträglich sein; sie verpassen dadurch jedoch viel. Ich kann nur jedem empfehlen, sich darauf einzulassen und die Wartezeit als „Teil der Erfahrung“ zu sehen. Es gehört einfach dazu.

Kleine abgelegene Bucht mit klarem türkisfarbenem Wasser und grünen Hängen vor felsiger Küste von Mykonos
Menschen sitzen unter einem Pavillon und genießen die Aussicht auf eine sonnige Hügellandschaft auf Mykonos.
Küstenlandschaft mit Sandstrand und Bergen unter blauem Himmel an einem sonnigen Tag auf Mykonos
Welche drei Dinge sollte man auf Mykonos unbedingt erlebt oder gesehen haben – abgesehen vom Sonnenuntergang im Scorpios?
  • Sich in den verwinkelten Gassen von Mykonos-Stadt treiben lassen und auch gerne mal verlaufen. Hier gibt es so viele tolle Geschäfte, hervorragende Restaurants und schöne Bars.
  • Ich fahre gerne zum Leuchtturm Armenistis im Nordwesten der Insel. Der Blick von hoch oben über das tiefblaue Meer Richtung Tinos und Sonnenuntergang wirkt beruhigend auf mich.
  • Einen Besuch der Nachbarinsel Delos (UNESCO Weltkulturerbe) sollte man sich nicht entgehen lassen; insbesondere im Frühjahr, wenn die Insel noch grün ist und die Blumen blühen.
Malerische Straße in Mykonos mit weißen Häusern und roten Bougainvilleen bei schönem Wetter entdecken
Küstenansicht von Mykonos mit traditionellen weißen Gebäuden am Wasser und Tischen im Freien
Sonnenuntergang am Meer mit orange-gelbem Himmel und ruhiger Wasseroberfläche über einer felsigen Küste vor Mykonos
Dein ganz persönlicher Geheimtipp auf der Insel – sei es ein Restaurant, ein Strand oder ein Moment, den man nicht verpassen sollte?

Mit Geheimtipps ist das immer so eine Sache…meist sind sie nicht mehr geheim. Auch der Strand namens Kapari bei Agios Ioannis ist kein Geheimtipp, aber ich möchte ihn trotzdem gerne erwähnen. Die kleine, naturbelassene Bucht kann man nur zu Fuß erreichen, indem man über ein paar Felsen nach unten klettert. Auf der gegenüberliegenden Seite suche ich mir gerne einen Platz auf einem der abgerundeten Felsen. Die Bucht ist Richtung Westen ausgerichtet und insbesondere am frühen Abend ist die Lichtstimmung oft magisch.

Stand: Juni 2025